Mitnahmebänke

19 bunt gestaltete Bänke sind in unserem Gemeindegebiet in der Nähe von Bushaltestellen platziert und gut sichtbar als „Mitnahmebank“ gekennzeichnet. Für Personen ohne Führerschein oder eigenes Auto soll es durch das zusätzliche Mobilitätsangebot einfacher werden, auch außerhalb der Busfahrzeiten in den nächsten Ortsteil zu gelangen. Wer mitgenommen werden möchte, wählt am Richtungsschild an der Bank aus, in welchen Ortsteil er oder sie fahren möchte und setzt sich dann auf die Bank. Vorbeifahrende Autos, die ohnehin in diese Richtung fahren, können anhalten und den Wartenden in die entsprechende Richtung mitnehmen und am gemeinsam vereinbarten Zielort absetzen.

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Was wird gezählt?
Die Zählung einer "Mitnahme" ist gar nicht so einfach. Viele Handlungen und Bewegungen rund um die Mitnahmebänke sind zu komplex, um sie automatisch zu erfassen.

Aktuell wird die Anzahl von Haltevorgängen von Fahrzeugen vor den Bänken mit Hilfe von Parksensoren gemessen. Ein Haltevorgang ist aber nicht zwangsläufig auch eine Mitnahme. Auch die Nutzung der Bank ist nicht unbedingt ein Hinweis darauf, dass jemand mitgenommen werden möchte. Es kann auch sein, dass eine Person aus- aber nicht einsteigt. Die Zählung wird also durch verschiedene Faktoren beeinflusst und ist nur als Anhaltspunkt für die Nutzung der Bänke zu sehen.

Warum wird so gezählt?
Wir suchen nach einer Lösung, die die Nutzung der Mitnahmebänke eindeutig genug für planerische Entscheidungen wiedergibt, kosteneffizient ist und gleichzeitig die Privatsphäre unserer Bürgerinnen und Bürger schützt.

Wie geht es weiter?
Es ist geplant, die Daten mit weiteren Datenquellen zu verbinden, um die Genauigkeit zu erhöhen. Erprobt werden dazu gerade Vibrations- und Abstandssensoren. Damit soll besser entschieden werden können, ob tatsächlich eine Mitnahme stattgefunden hat. Hierzu lassen wir uns von unserem Partner, der Technischen Hochschule Brandenburg, wissenschaftlich beraten.